LINE-UP
Auch bei der fünften Ausgabe des WORTHEBEWERK Poetry Slam in Waltrop, am 09.05.2026, freuen wir uns wieder auf ein absolutes Knüller (!) Line-up. Fünf Ausnahmetalente werden diesen Abend mit ihren Texten prägen!
Line-up am 09.05.2026

Jan Schmidt (Düsseldorf)!
Jan Schmidt ist Slam Poet, Phänomen und Moderator. Der junge Düsseldorfer und NDR-Comedy-Contest-Teilnehmer wandelt stets auf dem schmalen Grad zwischen Wahnsinn und Liebe, Anarchie und Metaebene. Mit Auftritten im NRW-Slam-Finale, sowie mehrfach bei den deutschsprachigen Meisterschaften gehört Schmidt zu den aufregendsten Poeten des Landes und eröffnet unerwartete Möglichkeiten im Zusammenspiel von Performance, Text und Publikum. 2018 veröffentlichte er im Lektora-Verlag einen eigenen Kalender, 2023 ein literarisches Kochbuch; mittlerweile moderiert und organisiert er Poetry Slam-Veranstaltungen in 17 verschiedenen Städten, steht auf Stand-Up-Bühnen und hat mit „Ballern Ratjada“ ein Band-Projekt.

Annabel Salhi (Kassel)!
Bella steht seit 2021 auf der Bühne. In ihren Texten bricht gerne mal hervor, was sie so denkt, fühlt oder was ihr so durch die Synapsen springt (und tanzt) – von Gesellschaftskritik, über mentale Gesundheit und großen Gefühlen, dem Alltag als Mama und Autorin bis hin zu humoristischen Texten. Außerdem liebt sie Flugzeuge und True Crime und ist ganz pflegeleicht – meistens jedenfalls! 😅

Stephan Sandkühler (Haltern)!
Stephan Sandkühler schreibt seit vielen Jahren Geschichten für große und kleine Leute. Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen entdeckte er 2018 die Bretter, die die Welt bewegen. Die Poetry Slam Bühnen des Landes wurden sein Zuhause. Mit offenen und authentischen Texten begeistert er seine Zuhörer inzwischen auch als Solo-Künstler. Seine besondere Affinität zum Ruhrgebiet lässt dabei immer wieder aufhorchen. Sandkühler gilt als der Storyteller unter den Poeten, der mit seinen Geschichten Menschen fängt, Raum zum Nachdenken schafft und den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Aber Sandkühler kann auch leise. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit pflegt er eine liebgewonnene Tradition. Er schreibt eine Weihnachtsgeschichte und veröffentlich diese in Form eines kleinen Buches.
Stephan Sandkühler lebt seit 2021 wieder mit seiner Melly in seiner ursprünglichen Heimatstadt Haltern am See, auf der Grenze zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Auf die Frage, was ihn antreibe, sagte Stephan Sandkühler einmal: „Einfach ein gewisses Mitteilungsbedürfnis. Dabei klare Haltung zeigen und dennoch niemanden verletzen!“
Die Ruhr-Nachrichten schrieben über ihn: „…Auf der Bühne zieht er sich aus. Mit eindringlichen und sorgfältig durchdachten Worten enthüllt er Abend für Abend eine Seelenschicht nach der anderen…“

Evelyn Jolie (Hattingen)!
Evelyn Jolie hat schon als Kind in ihrer eigenen Welt gelebt und Kurzgeschichten sowie kleine Gedichte geschrieben. Erstmals im Jahr 2023 hat sie mit ihren Texten eine Bühne betreten. Seitdem durfte sie im Finale der nordrhein-westfälischen Meisterschaften im Poetry Slam antreten. Ihr Herz schlägt nicht nur für Spoken Word und kreatives Schreiben, sondern auch für Jura und zehn ständig variierende Hobbys gleichzeitig. Deswegen ist die Juristin in zwei Tierheimen ehrenamtlich unterwegs und eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist das Schreiben (und Schreien) ihrer Texte auf langen Spaziergängen im Wald oder beim Ausprobieren einer neuen Sportart. Zum Glück sind ihre Texte (meistens) nicht so stumpf wie ihr Humor.

Julian Spiegelhauer (Wuppertal)!
Julian ist bereits seit mehreren Jahren mit verschiedenen Kunstformen unterwegs. Über Musical, Schauspiel und Gesang ist er irgendwann beim Poetry Slam gelandet. Dieser hat es ihm besonders angetan. Warum? Weil diese besonders frei und authentisch ist. Nur was er da so macht lässt sich schlecht beschreiben. Irgendwas zwischen Lyrik und wildem Umhergefuchtel. Da hilft wohl nur: vorbeikommen und selbst erleben!

Christian Hilgers (Waltrop)!
Moderator des Abends ist Christian Hilgers, aus Waltrop. Mit dem WORTHEBEWERK Poetry Slam hat er sich den Wunsch erfüllt, dieses Format endlich auch in seiner Heimatstadt zu etablieren.
Christian Hilgers ist der „Katastrophen-Connaisseur“ der Poetry Slam-Szene. Mit nüchterner Präzision analysiert dieser chronische Overthinker sein Alltagsscheitern. So wird sein Publikum zu erschütterten, aber gefesselten Beobachtern seiner prosaischen Dokumentationen. Dabei verbirgt sich hinter der Fassade des sympathischen Kumpeltyps ein Meister der kontrollierten Eskalation, der gewöhnliche Momente mühelos in überraschende Spiralen der Absurdität verwandelt.
Kunst-Feature: „Die hässlichsten Trinkhallen im Pott“
— Peter Hesse (Herne)
Der Herner Autor und Journalist Peter Hesse hat für sein Projekt #diehässlichstentrinkhallenimpott bereits 1.000 Büdchen im Ruhrgebiet fotografiert – vor allem kaputte, improvisierte oder wenig einladende Exemplare. Nach einer erfolgreichen ersten Ausstellung im Schwerter Wuckenhof (über 600 Besucher) tourten die Bilder durch Städte wie Gelsenkirchen, Lünen, Osnabrück und Mülheim und sind nun beim WORTHEBEWERK Poetry Slam in Waltrop zu sehen, bevor weitere Stationen in Oberhausen, Düsseldorf, Wesel, Hamm und Berlin folgen. Trinkhallen gelten neben Fördertürmen und Schrebergärten als ungekünstelte Wahrzeichen des Ruhrgebiets und identitätsstiftendes Stück Heimat. Doch sie sind vom Aussterben bedroht: Waren es in den 1990er-Jahren noch rund 16.000, schätzt Hesse die Zahl heute nach der Corona-Phase auf nur noch etwa 2.000. Die Hälfte davon hat er bereits abgelichtet. Soziologisch spricht man vom „privilegierten Nostalgieempfinden“ – der Sehnsucht nach der „Gemischten Tüte“ für 80 Pfennig. Obwohl NRW die Trinkhallen ins immaterielle Kulturerbe aufgenommen und den „Tag der Trinkhallen“ ausgerufen hat, kämpfen die Betreiber gegen die Konkurrenz von Tankstellen und Discountern mit längeren Öffnungszeiten und günstigeren Preisen. Medien wie die Tagesschau, die Ruhr Nachrichten und der Münchener Merkur berichteten über das Projekt und betonten, dass mit den Buden ein prägendes Stück Heimat und Identität verschwindet. Hesses Fotos dokumentieren damit zugleich Folklore und Niedergang einer Revier-Institution.
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